Öl auf Holz, 41,1 × 32,3 cm
signiert und datiert unten rechts: „Kisling 1917“
Herkunft:
– Privatsammlung, Polen
Ausgestellt:
– „Kisling. Der Glanz von Montparnasse“, Villa la Fleur, Konstancin-Jeziorna, 21. September 2024 – 30. März 2025
Abgebildet in:
– Jean Kisling, „Kisling 1891–1953“, Band I, Turin 1971, Abb. S. 142
– J. Kisling, J. Dutourd, Kisling, Landshut, 1995, Bd. III, S. 311, Nr. 30 (Abb.)
– Artur Winiarski, „Kisling. Der Glanz von Montparnasse“, Ausstellungskatalog, Warschau 2024, Kat.-Nr. 132, S. 142
– Die Arbeit wird in Band IV sowie in den Ergänzungen zu den Bänden I, II und III des
„Raisonné de l’oeuvre“ von Mojżesz Kisling (in Bearbeitung durch Herrn Marco Ottavi)
„Kisling liebte das Leben, und das Leben liebte ihn. Er sagte: In einem Gemälde muss man die Freude erkennen können, die der Künstler empfand, als er es malte.“ (Artur Winiarski, „Kisling. Der Glanz von Montparnasse“, Ausstellungskatalog, Warschau 2024, S. 18)
Das hier gezeigte Gemälde entstand 1917 und ist ein Beispiel für das Frühwerk von Mojżesz Kisling. Der Titel „Ville-d’Avray“ bezieht sich auf einen Ort und eine Gemeinde in Frankreich, die in der Region Île-de-France liegen. Bekannt für ihre malerischen Seen und die sie umgebenden Wälder, wurde sie zu einem beliebten Motiv in der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie wurde unter anderem von Jean-Baptiste-Camille Corot und den Impressionisten verewigt. Ville-d’Avray wurde für Corot zu einem ebenso bedeutenden Ort wie der berühmte Wald von Fontainebleau für die Künstler von Barbizon. Die Gegend war Wohnort zahlreicher Persönlichkeiten aus dem Kulturleben. Sie zog unter anderem Claude Monet, Paul Huet sowie den Literaturhistoriker, Kunstkritiker und Dichter Pierre-Henri Simon an. Die von Kisling verewigte Szene zeigt einen Ausschnitt aus dem Wald, dessen monumentale Stämme und dynamische Farbflecken der Komposition einen expressiven Charakter verleihen. Einen farblichen Kontrast bilden die roten und schwarzen Akzente in der Kleidung der beiden Spaziergänger. „Die Pracht der Farbtöne, die der Künstler gerne miteinander kontrastiert, die Freude, die sie verbindet, der kraftvolle Rhythmus, der sie vereint.“ (Artur Winiarski, „Kisling. Der Glanz von Montparnasse“, Ausstellungskatalog, Warschau 2024, S. 20)
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