Öl auf Leinwand, datiert um 1910, signiert in der linken unteren Ecke „A. Rieper“, Originaletikett auf der Rückseite: „Aug. Rieper München – Nr. 729 ‚Judith‘“. Zustand: kleine Risse, Fehlstellen, alte Retuschen. Das Bild ist ungerahmt, Maße ca. 94 x 126,5 cm
Das Gemälde „Judith“ zeigt eine nackte junge Frau mit einem Rosenkranz im Haar, die auf einer Ottomane vor dem Hintergrund eines roten Vorhangs und einer bergigen Landschaft mit einer Burg sitzt. Die Frau hält in der rechten Hand ein großes Messer, was auf die biblische Figur der Judith anspielt, die im Alten Testament den assyrischen Feldherrn Holofernes tötete. Rieper zeigt Judith auf eine erotischere und sinnlichere Weise, was von den traditionellen Darstellungen dieser Figur abweicht. Als Modell könnte die Ehefrau des Künstlers gedient haben, was dem Werk eine zusätzliche Dimension der Intimität verleiht. Das Gemälde, das in Impasto-Technik mit breiten Pinselstrichen ausgeführt ist, ist in der linken unteren Ecke signiert und auf etwa 1910 datiert.
Wissenswertes
Rieper war nicht nur ein anerkannter Künstler, seine Werke fanden auch Käufer unter Persönlichkeiten wie Kaiser Wilhelm II. und Erzherzog Franz Ferdinand, was von seinem Ansehen in der Kunstwelt zeugt.