Öl auf Leinwand, 80x80cm, signiert und datiert v.l.n.r., beschrieben auf der Rückseite des Bildes, Zertifikat des Autors liegt bei.
Falsche Zärtlichkeit
In der Stille des Nachmittags, wenn das Licht durch ein rechteckiges Fenster dringt und das Meer am Horizont schwer atmet, streichelt ein Bär ein Häschen.
Aber seine Arme sind zu fest, und seine Umarmung spendet keine Wärme, sondern nur ein kühles Gefühl der Absicht. Seine Augen schauen woanders hin, nicht zu ihr. Sie schmiegt sich an ihn, nicht ahnend, dass dies keine Zuflucht ist, sondern der Beginn einer Reise, die nicht beginnen sollte.
In dieser Stille wartet jemand. Ein Fuchs - elegant, unnahbar. Er steht an der Tür, als ob er am Rande seines Gewissens stünde. Sein Blick gleitet wie eine Klinge über die Bühne. Er weiß, warum er hier ist. Er weiß, dass etwas besiegelt werden soll.
Die Schiffe auf See sind bereit. Der Hafen ist still, aber er wird Zeuge von allem. Solche Städte fragen nicht, sie urteilen nicht. Sie schlucken nur und lassen los - lebende oder tote Seelen.
Ein Krug Wasser, eine Schale mit Obst - Zeugen der Banalität des Bösen. Nichts schreit hier, nichts weint. Nicht einmal ein Kaninchen. Denn sie glaubt immer noch, dass das, was sie fühlt, Sicherheit ist.
Aber das ist nur ... falsche Zärtlichkeit.



