Abmessungen: 34,5 x 11,5 x 8,5 cm
Signiert und beschrieben auf dem Sockel: '6/12 | JAREMA'
auf der Unterseite Gießereimarke: 'ART-PRODUCT | POZNAŃ'
zeitgenössischer Guss aus dem Jahr 2008
Auflage: 6/12
Herkunft
Privatsammlung, Warschau
Ausgestellt
VI. Biennale, Sao Paolo 1961 (Gipsoriginal)
einer der Abgüsse der Skulptur ist Teil der Ausstellung des Nationalmuseums in Krakau
Literatur
Galerie der polnischen Kunst des 20. Jahrhunderts, Nationalmuseum in Krakau. Führer, Krakau 2011, S. 231
Agata Małodobry, Maria Jarema, Olszanica 2008, S. 71
Barbara Ilkosz, Maria Jarema 1908-1958, Warschau 1998, S. 66 (Abb.)
Polnische Künstlerinnen. Ausstellungskatalog, Hrsg. Agnieszka Morawińska, Ryszard Bobrow, Nationalmuseum in Warschau 1991, Pos. 338, S. 186 (Abb.)
Helena Blum, Jarema Maria, Leben und Werk 1908-1958, Krakau 1965
Biogramm
Studium an der Akademie der Schönen Künste in Krakau von 1929-35 im Atelier von X. Dunikowski. Noch während ihres Studiums schloss sie sich der Krakauer Gruppe an, die Avantgarde-Künstler mit radikalen künstlerischen und sozialen Ansichten zusammenbrachte. Sie beteiligte sich an Ausstellungen der Gruppe und des ZZPAP, wobei sie zunächst Skulpturen und erst ab 1938 Gemälde präsentierte. Gleichzeitig arbeitete sie als Bühnenbildnerin und Schauspielerin mit dem von ihrem Bruder Józef Jarema gegründeten Theater "Crico" und mit dem Puppentheater von Adam Polewka zusammen. 1937 ging sie für einige Monate nach Paris, um dort zu studieren. In der Nachkriegszeit beteiligte sie sich aktiv am politischen und künstlerischen Leben der Krakauer Kunstszene. Sie stellte im In- und Ausland aus (u. a. auf der XXIX. Biennale von Venedig), nahm an Wettbewerben für Bühnenbild und Bildhauerei teil und arbeitete nach wie vor mit dem Theater zusammen, diesmal mit dem Cricot 2 von Tadeusz Kantor. Die 1950er Jahre waren auch der Höhepunkt in der Entwicklung ihres malerischen Werks. Damals schuf sie die Monotypie-Serie Köpfe, Ausdrücke, Rhythmen, Filter und Durchdringungen. Die Künstlerin schuf ihre eigene, originelle Formenwelt mit großer Ausdruckskraft, die durch eine Komposition verstärkt wird, die sie dazu zwingt, sich in beweglichen, wechselnden Arrangements zu vermischen.