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WYSPIAŃSKI Stanisław (1869-1907), (Innenausstattung des Speisesaals für Tadeusz Żeleński?).

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Losbeschreibung
(Inneneinrichtung des Esszimmers für Tadeusz Żeleński?).

Papier, zweimal mit Bleistift signiert, mit gebundenem Monogramm und datiert p.d.: "SW 1905". Größe: 40,1 x 21 cm (im Rahmen hinter Glas: 49 x 30 cm).
Die angebotene Zeichnung hat große Ähnlichkeit mit einem Möbelentwurf (u.a. für eine Anrichte), der 1904 für Tadeusz Żeleński angefertigt wurde (Quelle: Foto aus der Sammlung des Nationalen Kunstmuseums: https://zbiory.mnk.pl/pl/wyniki-wyszukiwania/katalog/382120). (Identifizierung mit freundlicher Genehmigung von P. Bartłomiej Bujas). Das Werk besteht aus zwei zusammengeklebten Papierstücken (Normalpapier und Pergament). Die geleimte Fläche ist dunkler gefärbt. Der Entwurf zeigt Zeichnungen (Projektionen) von Möbeln (Beschlägen) und Berechnungen der Größe von Schränken, Tisch, Anrichte usw. Beide Unterschriften Wyspiańskis befinden sich auf den gegenüberliegenden Seiten der Zeichnung. Auf der Rückseite befinden sich die Stempel von Jan Sas Zubrzycki und eine Inschrift in Kreide und Bleistift: "Zeichnung von St. Wyspiański mit seiner Signatur 1905".
Lebenslauf
Dramatiker, Dichter, Maler und Theaterreformer. In den Jahren 1884-85 und 1887-95 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Krakau (er war u. a. Schüler und Mitarbeiter von Jan Matejko) und an der Jagiellonen-Universität. In den Jahren 1890-94 hielt er sich im Ausland auf, vor allem in Paris, wo er von der Kunst Paul Gauguins, den Nabisten und dem japanischen Holzschnitt beeinflusst wurde. Von 1898-98 war er der grafische Leiter der Krakauer Zeitschrift Życie. Zwischen 1898 und 1905 war er u. a. als Inspizient am Krakauer Theater tätig. Im Jahr 1906 wurde er außerordentlicher Professor an der Krakauer Hochschule für Bildende Künste. Seit 1897 war er Mitglied des Kunstvereins. Stanisław Wyspiańskis bevorzugte Technik war das Pastell. Er beschäftigte sich auch mit der Grafik (u. a. Illustrationen zur Ilias, Vignetten und Layouts für die Krakauer Wochenzeitung Życie und seine eigenen veröffentlichten Dramen). Einen wichtigen Platz in seiner Tätigkeit, die mit der Zusammenarbeit mit Jan Matejko und Józef Mehoffer an der Polychromie der Marienkirche begann, nahmen die Glasmalerei und die polychromen Innenraumgestaltungen ein: z. B. für die Franziskanerkirche in Lemberg 1897-1905, die Lemberger Kathedrale 1892-94 und die Wawel-Kathedrale 1900-02 (nicht vollendet). Wyspiańskis künstlerisches Schaffen wurde von der Porträtmalerei dominiert, in der er den Expressionismus vertrat (z. B. Porträts von Kazimierz Lewandowski und Lucjan Rydel 1898), sowie von der Landschaftsmalerei (z. B. eine Serie von Ansichten von Kopiec Kościuszki 1904-05). Wyspiański schuf Bühnenbilder für seine eigenen Theaterstücke, Entwürfe für Inneneinrichtungen (z. B. für die Medizinische Gesellschaft in Krakau), Möbel und Stoffe sowie Architekturprojekte. Er war einer der Begründer des Programms und der Praxis der so genannten angewandten Kunst in Polen und ein Reformer der Buchgrafik. Sein Stil zeigt sowohl den nachhaltigen Einfluss von Matejko als auch die lebendigen Verbindungen zum Jugendstil (Dekorativität, charakteristische flexible und skurrile Linien, florale Stilisierungen) und den Einfluss des Impressionismus. 9358/1
Auktion
64. Kunst-, Kunsthandwerks- und Buchauktion
gavel
Date
19 Oktober 2024 CEST/Warsaw
date_range
Ausrufungspreis
2 872 EUR
Endpreis
3 160 EUR
Endpreis mit ohne Auktionsgebühr
2 872 EUR
Mehrgebot
110%
Ansichten: 424 | Favoriten: 7
Auktion

Antykwariat Wójtowicz

64. Kunst-, Kunsthandwerks- und Buchauktion
Date
19 Oktober 2024 CEST/Warsaw
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