Farbige Heliogravüre, hochkörniges Velinpapier,23 x 31 (Plattenabdruck), 28 x 38 (gerahmt);in der Platte unterhalb der Komposition signiert;mit Bleistift nummeriert 52/350.Originalzertifikat.
In einer idyllischen, von Bergen umgebenen Landschaft betet eine Gruppe von Frauen Hina, die Mondgöttin, an. Im Vordergrund spielt ein Mädchen auf einer Flöte. Auf der linken Seite, getrennt durch den Stamm eines hohen Baumes, der die Komposition wie ein Scharnier in zwei Hälften teilt, tanzt eine andere Gruppe um das Idol. Gauguin reiste 1891 nach Tahiti, in der Hoffnung, bei primitiven Völkern, deren Entwicklung von der westlichen Zivilisation nicht beeinflusst worden war, künstlerische Inspiration zu finden. Doch alles, was er antraf, waren die Überreste einer glorreichen Vergangenheit, die bereits dem Untergang geweiht war. Mata Mua (In den alten Tagen) ist eine Hymne an die natürliche Lebensweise, die Gauguin so leidenschaftlich suchte. In leuchtenden, flächigen Farben gemalt und ohne jeden Anspruch auf Naturalismus, ist es auch eine Elegie auf ein verlorenes Goldenes Zeitalter.
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