Maße: 61,5 x 43,3 cm (Blatt)
Biografie
Spanischer Maler, Bildhauer, Grafiker und Keramiker, der als einer der herausragendsten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt. Er und Georges Braque sind die Begründer der Malerrichtung, die als Kubismus bekannt ist. Schon in jungen Jahren zeigte Pablo sein Talent für Malerei und bildende Kunst. Zunächst absolvierte er seine Ausbildung in Spanien, später in Paris (1901–1922), wo die Begegnung mit den Postimpressionisten (u. a. Henri de Toulouse-Lautrec, der sein Schaffen vor 1901 stark prägte). Picassos Werke aus den Jahren 1901–1904 werden als „Blaue Periode“ bezeichnet. Es handelte sich um Werke in melancholischen Farbtönen, die Themen und Figuren aus dem Leben armer Menschen darstellten („Das Leben“, „Der alte Gitarrist“, „Zwei Schwestern“, „Die Büglerin“). Sein Atelier befand sich in der Rue La Boétie. Ab 1904 wohnte er im „Bateau-Lavoir“ in der Rue Ravignan 13. Nach dieser Phase trat Picassos Schaffen in die „rosa Periode“ ein, unter anderem mit Szenen aus dem Leben von Zirkusartisten („Mädchen auf der Kugel“, „Jongleure“, „Toilette“, „Harlekin-Familie“). Ab 1907 begann Picasso unter dem Einfluss von Paul Cézanne sowie der iberischen und afrikanischen Kunst mit kreativen Experimenten zur Geometrisierung und Vereinfachung der Form, aus denen der Kubismus hervorging („Die Jungfrauen von Avignon“, „Porträt von Gertrude Stein“). In der Folgezeit kristallisierten sich nach der Zusammenarbeit mit Georges Braque die Prinzipien des analytischen, hermetischen und synthetischen Kubismus heraus. Als Manifest des Kubismus galt die Uraufführung des Bühnenstücks „Parade“ nach einem Libretto von Jean Cocteau, für das Erik Satie die Musik komponierte und Picasso das Bühnenbild entwarf. Es wurde 1917 von den „Russischen Balletten“ von Sergej Diaghilev aufgeführt. Die folgenden Jahre waren geprägt von einer ständigen künstlerischen Suche. Als der Bürgerkrieg in Spanien ausbrach, schlug er sich auf die Seite der Republikaner, und malte 1937 im Auftrag der republikanischen Regierung Spaniens für 200.000 Peseten das berühmte Gemälde „Guernica“, das im spanischen Pavillon auf der Weltausstellung in Paris ausgestellt wurde. Die Zeit des Zweiten Weltkriegs verbrachte er in Paris, 1944 trat er der Kommunistischen Partei Frankreichs bei und engagierte sich nach dem Krieg auf der Seite linker und friedensorientierter Bewegungen. 1946 zog er an die Côte d’Azur. 1948 ließ er sich in Vallauris nieder. 1948 reiste Picasso nach Polen, nahm am Weltkongress der Intellektuellen zur Verteidigung des Friedens in Breslau teil und besuchte auch Warschau, wo er dem Nationalmuseum seine Sammlung von Keramiken, Zeichnungen und Farbdrucken schenkte. Er war Unterzeichner des Stockholmer Appells von 1950. Im Jahr 1950 erhielt er den Internationalen Lenin-Friedenspreis (damals als Stalin-Preis bezeichnet)[3]. In den 1940er Jahren malte er Antikriegsbilder („Massaker in Korea“, „Krieg“, „Frieden“). Picassos Schaffen der Nachkriegszeit ist äußerst reichhaltig, vielfältig und lässt sich nicht in Schubladen stecken.





