Maße: 62 x 43,5 cm (innerer Rahmen des Passepartouts)
signiert, datiert und beschriftet links unten: „Witkacy 25 | IX 1929 | (T, C)“
Erhaltungszustand
Werk gerahmt
Herkunft
Sammlung von Marta Lipińska
Privatsammlung, Polen
Biografie
Sein Vater war der bekannte Kritiker, Maler und Schriftsteller Stanisław Witkiewicz, Begründer des sogenannten „Zakopane-Stils“ in der Architektur. In den Jahren 1905–1910 studierte er sporadisch an der Krakauer Akademie der Bildenden Künste bei Józef Mehoffer sowie bei Władysław Ślewiński in Poronin. Er reiste nach Italien, Frankreich und Deutschland. Im Jahr 1914 nahm er an der ethnografischen Expedition von Bronisław Malinowski nach Australien teil, von wo aus er nach Bekanntwerden des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs nach Europa zurückkehrte. Sein frühes malerisches Schaffen stand im Zeichen der Bewegung „Junges Polen“ und war von P. Gauguin und Wł. Ślewiński beeinflusst. Später entwickelte er einen ganz eigenen Expressionismus. Im Laufe der Zeit gab er infolge theoretischer Überlegungen zur Form das Malen auf. Er gründete eine Ein-Mann-„Porträtfirma“ und beschränkte sich darauf, gegen Bezahlung Pastellporträts anzufertigen, die er nicht selten unter dem Einfluss von Rauschmitteln schuf, die ihm das Experimentieren mit der Form ermöglichten. Stanisław Ignacy Witkiewicz verfasste vier Romane, über 40 Dramen sowie zahlreiche Artikel und Essays über Malerei, Literatur, Theater und Philosophie. In der Zwischenkriegszeit lebte er hauptsächlich in Zakopane. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs floh er vor den Deutschen in die östlichen Grenzgebiete, wo er am 18. September 1939 im Dorf Jeziory in Polesien Selbstmord beging.





