Kupferstich, zur Entstehungszeit koloriert, Büttenpapier, 42 x 53,5 cm;
Eine der ersten Darstellungen von Augsburg, die zur Zeit König Sigismunds Augusts veröffentlicht wurde, dessen Hof in Augsburg Tafelsilber für das Königsschloss in Auftrag gab. Bis ins 18. Jahrhundert bestellten polnische Könige und Magnaten in Augsburg besondere Silberkrüge und -kannen. Heute befinden sich in der Schatzkammer auf dem Wawel Dutzende von Silbergegenständen aus dieser Stadt. Ebenfalls aus Augsburg stammten Hunderte von Kupferstichen mit Porträts polnischer Könige und Magnaten, auf denen der Name der Stadt in Latein vermerkt war: „Augusta Vindelicorum“. Die Stadt war sozusagen ein „auswärtiges“ polnisches Zentrum für die Herstellung von Silbergeschirr und Kupferstichen für die Eliten der Republik Polen. Die Warschauer Familie Fukier ließ sich im 16. Jahrhundert in Polen nieder und stammt von dem berühmten Augsburger Magnatenhaus der Fugger ab. Auf der Rückseite befindet sich ein lateinischer Text über die Stadt, in dem auch die Fugger erwähnt werden;
Erhaltungszustand: gut, das Blatt ist in der Mitte gefaltet.
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