16,0 x 21,1 cm - Öl, Mahagoniholzplatte
signiert l.d.: L. Gędłek - Wien
Rückseitig mittig ein Aufkleber mit der Aufschrift (in Tinte): Rast; außerdem Notizen mit Bleistift, u. a. zur Größe des Gemäldes, und ein Papieraufkleber der Milwaukee Art Center Collection von 1962, wo das Gemälde von der Rene von Schleinitz Foundation (einer 1953 gegründeten privaten Stiftung in Milwaukee) gestiftet wurde.
Das Gemälde zeigt die für den Künstler typischen Szenen von Kosakenpatrouillen. Die statische Komposition zeigt ruhende Kosaken, die von ihren treuen Pferden begleitet werden. Das gesamte Werk ist in den für Gędłkas Malerei charakteristischen raffinierten Tönen von gedämpften Braun-, Grün- und Grautönen sowie zarten Blautönen gehalten. Diese sanft und präzise gemalte Szene aus den Kosakenmärschen des 17. Jahrhunderts ist ein hervorragendes Beispiel für das Werk des Künstlers, das in seiner Heimat bekannt, aber vor allem in der Wiener Gemeinde, in der Gędłek lebte und arbeitete, beliebt war.
Ludwik Gędłek (Krakau 1847 - Wien 1904) begann seine künstlerische Ausbildung an der Krakauer Kunstschule bei Władysław Łuszczkiewicz und setzte sie zwischen 1872 und 1877 an der Wiener Akademie bei Eduard Lichtenfels und Carl Wurzinger fort. Bereits 1863 debütierte er auf einer Ausstellung in der TPSP in Krakau, wo er später noch mehrmals ausstellte. Er lebte dauerhaft in Wien, von wo aus er auch Bilder für Ausstellungen an die TPSP in Lemberg, an den Aleksander Krywult Salon in Warschau und nach Dresden schickte. Er malte hauptsächlich Genre- und Schlachtenszenen mit einem häufigen Pferdemotiv sowie Landschaften, vor allem aus der Umgebung von Krakau. Seine Gemälde befinden sich unter anderem im Nationalmuseum in Warschau, in der Lemberger Gemäldegalerie und im Polnischen Museum in Chicago.
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