LT.7034 – DT.2460 – IDF CAR 19.; Bronze – 3,47 g – 16,5 mm – 9 h
Exemplar MP Nr. 110 aus dem Buch „Surréelles Monnaies Gauloises“ von Samuel Gouet und Marc Petit – 1996 bei A. Eleb – Louvre des Antiquaires erworben.
Kräftiger Prägeabdruck mit fein detaillierten Reliefs, jedoch auf einem ganz leicht zu kurzen Münzrohling. Dunkle Patina mit rötlichen Bereichen. Zustand: sehr gut bis hervorragend.
Wie bei den anderen homotypischen Bronzemünzen der aulerischen Hemistatere tendiert die traditionelle Zuordnung zu eben diesem Volk. Doch während die Variante 1 offenbar den Parisii neu zugeordnet werden muss, würde die Variante 2 den Carnuten zugeordnet werden (wie übrigens auch die Exemplare der Klasse II, die „von den belgischen Typen abgeleitet“ sind). Für diesen speziellen Typ räumt B. Foucray ein, dass die geringfügigen Unterschiede die Bildung unterschiedlicher Klassen nicht rechtfertigen. Mit einem Durchschnittsgewicht von 2,70 g handelt es sich um eine leichte Bronzemünze. Bereits 1985 wurde im Anschluss an die Ausgrabungen in Mézières-sur-Seine (wo mehr als die Hälfte der Münzen dieses Typs gefunden wurden) die Existenz einer lokalen Münzstätte vorgeschlagen, die einer von den Aulerci Éburovici und den Parisii getrennten politischen Einheit unterstand. Nach Ansicht von B. Foucray ist diese Bronzemünze nun endgültig den Carnuten zuzuordnen (vgl. S. 362–366).
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