Maße: 50 x 45 cm
Slawische Gusla. Farbkompositionen, grafische Ornamente und Text.
Verlag Jakób Mortkowicz, Warschau 1934
Polnische Ausgabe. Die Mappe enthält: 8 farbige, auf Karton aufgeklebte Tafeln, 8 Textkarten zu jeder Tafel, 2 Einleitungskarten.
Erhaltungszustand
leichte Knicke an den Rändern
Herkunft
Sammlung von Bronisław S. Szczepski
Literatur
Zofia Stryjeńska 1891–1976, Ausstellungskatalog des Nationalmuseums in Krakau, wissenschaftliche Herausgabe: Światosław Lenartowicz, Krakau 2008, Kat.-Nr. VI.I.I.36, S. 375
Biografie
Eine der herausragendsten polnischen Künstlerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war die Ehefrau des Architekten und Bildhauers Karol Stryjeński. 1909 begann sie ihre Ausbildung an der Malerschule für Frauen von Maria Niedzielska. 1911 begann sie, als Tadeusz Grzymała verkleidet, ein Malereistudium in München (zu dieser Zeit wurden an der dortigen Akademie keine Frauen zugelassen). Nachdem sie ein Jahr später von Kommilitonen erkannt worden war, verließ sie München und kehrte nach Krakau zurück. 1918 trat sie den Krakauer Werkstätten als Spielzeugdesignerin und Autorin von Grafikmappen bei. Von 1921 bis 1927 lebte sie in Zakopane, wo ihr Mann als Direktor der Schule für Holzindustrie tätig war. Nach der Scheidung im Jahr 1927 zog sie nach Warschau. Im Jahr 1938 erhielt sie mehrere Aufträge vom polnischen Außenministerium, unter anderem für einen Kelim für den japanischen Kaiser Hirohito. Sie war an der Innenausstattung der polnischen Passagierschiffe „Batory“ und „Piłsudski“ beteiligt. Außerdem schuf sie Fresken im Technik- und Industriemuseum in Krakau (1917), die Polychromie der Säle im Senatorenturm auf dem Wawel (1917) sowie die Innenausstattung der Fukier-Weinstube in Warschau. Als Mitglied des Verbandes polnischer Künstler „Rytm“ (seit 1922) nahm sie 1925 an der Internationalen Ausstellung für dekorative Kunst in Paris teil, wo sie den Hauptsaal des von J. Czajkowski entworfenen polnischen Pavillons mit sechs Paneelen schmückte, die das „Ritualjahr in Polen“ darstellten. Einzelausstellungen mit Werken von Stryjeńska fanden unter anderem in der Warschauer Gesellschaft zur Förderung der Schönen Künste (1919, 1926), der Pariser Galerie Crillon (1921), im Londoner New Art Salon (1927), im Lemberger Museum für Kunstgewerbe (1932) und im Warschauer Institut für Kunstpropaganda (1935). Im Ausland stellte die Künstlerin ihre Werke auf der Biennale in Venedig (1920, 1930, 1932) sowie auf Ausstellungen aus, die in den Jahren 1927–1939 von der „Gesellschaft zur Verbreitung der polnischen Kunst im Ausland“ organisiert wurden. Im Jahr 1929 erhielt sie auf der Allgemeinen Landesausstellung in Posen eine große Goldmedaille für ihre Buchillustrationen, und 1932 gewann sie eine Goldmedaille auf der XVIII. Biennale in Venedig. In der Zeit ihrer größten Popularität wurden Stryjeńskas Werke in Form von Mappen, Alben und Postkarten vom Verlag von Jakub Mortkowicz verbreitet, der unter anderem „Polnische Tänze“, „Pascha. Ein Lied über die Auferstehung des Herrn“, „Die Piasten“ und „Polnische Bräuche“ herausgab.





