Adam Hoffmann (1918–2001)
Modell, 1957
Bleistift/Papier, 47,3 × 32,5 cm
datiert unten rechts: 1957, signiert auf der Rückseite:Adam Hoffmann
Literatur:
Ausstellungskatalog „Adam Hoffmann. Maler und Modell“, Krakau 2010, Abbildung S. 20.
Er begann sein Studium 1938 an der Jagiellonen-Universität und an der privaten Zeichen- und Malschule von Alfred Terlecki. Während der Besatzungszeit studierte er an der Kunstgewerbeschule und in den Jahren 1945–48 an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau (in den Malateliers von Władysław Jarocki und Eugeniusz Eibisch sowie im Grafikatelier von Konrad Srzednicki). Er war als Lehrer an Kunstgymnasien in Katowice und Krakau tätig, später an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau, an deren Zweigstelle in Katowice sowie in Krakau am Fachbereich Grafik. Als Zeichner und Maler beschäftigte er sich auch mit Plakatkunst. Adam Hoffmann war ein Zeitgenosse der Künstler der Krakauer Gruppe, er war mit Jerzy Nowosielski und Jerzy Skarżyński befreundet, stand jedoch als Künstler in Opposition zur malerischen Avantgarde. Er schuf seine eigene, individuelle Welt. Das Hauptthema in Adam Hoffmanns Kunst ist die Beziehung zwischen Mann und Frau, die er grotesk, karikaturistisch und sarkastisch darstellte. Er griff biblische (Salome), mythologische (Die Entführung der Europa) und Shakespeare’sche Motive auf, schuf jedoch im Grunde seine eigene Ikonografie. Wer die Zeichnungen des Künstlers betrachtet, sieht auf den ersten Blick eine Welt, die ihm einfach nur hässlich erscheint, doch später wird sie für viele faszinierend sein; sie werden die Weisheit des Autors entdecken und erkennen, dass die Welt, wie er sie sieht, unglaublich komisch ist.
Afam Hoffmann nahm 1955 an der Ausstellung junger bildender Kunst im „Arsenal“ in Warschau teil. Zu seinen Einzelausstellungen zählen Ausstellungen in Warschau – Zeichnungen und Gemälde in der „Kordegarda“ (1966) und Zeichnungen in der „Zachęta“ (1972) – sowie eine Zeichnungsausstellung im Palast der Künste in Krakau (1973). Im Jahr 2003 organisierte das Nationalmuseum in Krakau eine große Retrospektive der Werke des Künstlers unter dem Titel „Adam Hoffmann. Der Zeichner“.





