Aquarell, Papier; 44 x 35 cm (hohl p-p)
Signiert p.d.: Kulisiewicz 44
Provenienz: Aus der Sammlung von Jerzy Borejsza
Tadeusz KULISIEWICZ
1889 Kalisz - 1988 Warschau
Studierte an der Kunstgewerbeschule in Poznań (1922-1923) und anschließend an der Hochschule für Bildende Künste in Warschau bei Professor Władysław Skoczylas (1923-1927). Ab 1926 war er Mitglied der Vereinigung der Grafiker "Ryt". Seine 1931 veröffentlichte Mappe "Szlembark", in der er das reale Leben in dem von ihm besuchten Hochlanddorf, in dem er sich schließlich niederließ, schilderte, war eine ungewollte Polemik gegen die idealisierten Darstellungen von Skoczylas. Parallel zur Druckgrafik schuf der Künstler Zeichnungsserien aus der Zwischenkriegszeit, die nach dem Krieg und dem Verlust seiner Druckereiwerkstatt im Warschauer Aufstand zur Domäne seines Schaffens wurden. Beginnend mit der Serie "Warschau 1945", in der er Ansichten der zerstörten Stadt festhielt, ging er in den folgenden Zyklen (wie "Indien", 1956, "Mexiko" I und II, 1957-1959, "Venezianische Lagune", 1958, "Brasilien", 1963 u.v.a.) weit über die Poetik der Reportage hinaus zu einer Synthese der beobachteten Phänomene. Der Künstler war von 1933 bis 1939 und ab 1945 als Lehrer an der Akademie der Schönen Künste in Warschau tätig (ab 1950 als Professor, ab 1969 im Ruhestand). Er war Mitglied zahlreicher künstlerischer Organisationen und wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Ausrufpreis 4000
Schätzung 5000 - 6000
◙ Folgerechtsanspruch





