Maße: 40 x 20 cm, 49 x 29 cm gerahmt
Technik: eigene Technik, Öl, Leinwand
Signatur: auf der Rückseite
Eine subtile, symbolische Komposition, inspiriert von der Ästhetik zeitgenössischer Ikonen. Vereinfachte Engelssilhouetten mit deutlich hervorgehobenen, vergoldeten Heiligenscheinen treten aus der vielschichtigen Malmasse hervor und schaffen eine Atmosphäre der Besinnlichkeit und spirituellen Kontemplation. Das Werk repräsentiert die Strömung der modernen „Schatten“-Ikonen – eine Form, die auf dem Markt für sakrale Kunst äußerst selten und einzigartig ist.
Die Ikone entsteht auf einer Leinwand, in die authentische Fragmente alter Leinwände eingeklebt werden, die aus der Restaurierung historischer Kirchen und orthodoxer Kirchen stammen. Die Künstlerin, die über einen Doktortitel in Denkmalpflege verfügt, beschafft diese mit Zustimmung und Segen der Geistlichen unter Achtung ihrer ursprünglichen, sakralen Bestimmung. Dies verleiht dem Werk eine besondere spirituelle Dimension eines „Bildes mit Seele“ – das bereits zuvor im Raum des Gebets und der Liturgie präsent und somit symbolisch „mit Gebeten erfüllt“ war.
Das Ganze wurde in ein einzigartiges, mit Velours ausgekleidetes, vergoldetes Passepartout sowie einen klassischen goldenen Rahmen gefasst, die den sakralen Charakter der Komposition und ihre dreidimensionale, reliefartige Struktur harmonisch unterstreichen.
Der Erlös aus dem Verkauf des Gemäldes ist für die Restaurierung der orthodoxen Kirche in Baligród bestimmt – die Künstlerin unterstützt die Restaurierungsarbeiten aktiv, indem sie Mittel aus dem Verkauf ihrer Werke für diesen Zweck spendet.
Małgorzata Dawidiuk (geb. 1967)
Gemälde – zeitgenössische Ikone
Das hier vorgestellte Werk von Małgorzata Dawidiuk – einer der angesehensten zeitgenössischen Ikonenmalerinnen in Polen – stellt eine einzigartige Verbindung zwischen der byzantinischen Ikonentradition und einer eigenständigen, modernen malerischen Interpretation dar.
Die Künstlerin wurde 1967 in Wisznice in der Region Podlasie geboren. Im Jahr 1994 schloss sie ihr Studium an der I. E. Repin-Akademie der Bildenden Künste in Sankt Petersburg an der Fakultät für Malerei und Restaurierung mit dem Schwerpunkt Ikonenmalerei ab – einem der anspruchsvollsten und prestigeträchtigsten künstlerischen Ausbildungswege. Sie ist Gründerin und Leiterin des Restaurierungs- und Kunstateliers „IKOS“.
Małgorzata Dawidiuk ist Schöpferin zahlreicher sakraler Werke: Ikonen, Ikonostasen und Polychromien, u. a. in Chołowice bei Krasiczyn, Koszalin, Krynica, Olsztyn, Zamienice bei Legnica sowie in Niagou in der Slowakei. Sie ist zudem Mitautorin der Wandmalereien in der Kapelle des Heiligtums der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki. Ihre Werke befinden sich in privaten und musealen Sammlungen in Polen und im Ausland.
Das künstlerische Schaffen der Künstlerin speist sich aus zwei Quellen:
– ihrer langjährigen Tätigkeit als Restauratorin sakraler Kunstwerke,
– einer tiefen Verwurzelung im Kanon der Ikonen.
Anfangs schuf die Künstlerin originalgetreue Kopien und Neuinterpretationen alter Ikonen, wobei sie sich streng an die Regeln der „Darstellung“ heiliger Bilder hielt – verbunden mit spiritueller Vorbereitung und der Achtung der theologischen Tradition. Mit der Zeit wurde der Kanon für sie zum Ausgangspunkt und nicht mehr zur Einschränkung – er wich der eigenen Kreativität und einer zeitgenössischen Ausdrucksform.
Einen besonderen Platz in ihrem Werk nehmen die „Schatten-Ikonen“ sowie spätere Arbeiten auf Leinwand ein, bei denen Fragmente originaler, alter Leinwände – die bei Restaurierungsarbeiten in orthodoxen Kirchen gefunden wurden – auf einen neuen Malgrund geklebt werden. Es handelt sich um authentische Relikte alter Kirchen, die die Erinnerung an den Ort, an Gebete und an die Geschichte in sich tragen. Aus einzelnen Figuren entstehen hier vielschichtige figürliche Szenen, die eine Erzählung an der Grenze zwischen dem Sakralen und der zeitgenössischen Sensibilität aufbauen.
Die Künstlerin vereint handwerkliche Meisterschaft, restauratorische Erfahrung und akademische Bildung – nach ihrem Studium in St. Petersburg erwarb sie den Doktortitel in Kunst an der Technisch-Humanistischen Universität in Radom, was ihre herausragende Stellung sowohl als Künstlerin als auch als Forscherin im Bereich der Ikonografie unterstreicht.
Sammlerwert und gesellschaftlicher Wert
Der Kauf des hier vorgestellten Gemäldes oder eines zertifizierten Kunstdrucks ist nicht nur eine Investition in das Werk einer anerkannten Künstlerin, sondern auch eine konkrete Unterstützung des kulturellen Erbes.



