rückseitig signiert und datiert: 26.05.2007 / A. Nowacki / 2007 und Stempel der Sammlung.
Andrzej Nowackis Kompositionen - ein Arrangement aus Konstruktivismus, geometrischer Abstraktion und, als Folge vieler Bearbeitungen, Op-Art - lassen sich nur schwer eindeutig zuordnen. Im Jahr 1977 verlässt der Künstler Polen. Er studiert Skandinavistik an der Universität Göteborg, Schweden, und besucht Vorlesungen in Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck, Österreich. Schließlich lässt er sich in Berlin nieder. In den frühen 1980er Jahren kommt er in Kontakt mit der polnischen künstlerischen Avantgarde, zu der u.a. gehören: Kajetan Sosnowski und Henryk Stażewski oder Jan Lenica. Stażewski hat einen besonderen Einfluss auf sein Werk. Eine weitere für Nowacki wichtige Künstlerin ist die Engländerin Bridget Riley. Um das Bild der inspirierenden Menschen im Umfeld des Künstlers zu vervollständigen, sind auch Heinz Teufel, Sammler und Kunstliebhaber, und Bożena Kowalska zu nennen, die in Okuninka Freiluft-Workshops für Künstler organisierte, die geometrische Themen bevorzugten. An diesen Pleinairs nahm der Künstler in den Jahren 1997, 1998, 2000 und 2001 teil und beteiligte sich auch an den Post-Air-Ausstellungen im Bezirksmuseum in Chełmno. Im Jahr 2001 erhielt er ein einjähriges Stipendium der Pollock-Krasner Foundation in New York. Der künstlerische Weg von Andrzej Nowacki beginnt gleichzeitig mit dem Kontakt zu Henryk Stażewski. Damals begann er zu malen und führte gleichzeitig ein "Künstlertagebuch", ein Skizzenbuch, in dem er täglich etwa ein Dutzend Pastell- oder Kohleskizzen anfertigte. In dieser Zeit entstehen auch die ersten Reliefs. Sie enthalten anfangs alle möglichen Formen, die der Künstler schließlich zu vertikalen Streifen auf einem oft quadratischen Grund vereinfacht. Diese Vereinfachung ist offensichtlich und führt gleichzeitig zu weiteren Komplikationen in der Komposition, die durch die unterschiedliche Dicke oder Höhe der Lamellen und schließlich durch die Farbe hervorgehoben werden. Bei der Vereinfachung der Form kommt es auf den Rhythmus der Komposition an, der durch die oben erwähnten Verfahren hervorgehoben wird und gleichzeitig weitere Komplikationen wie Dynamik, vibrierende Spannung oder schließlich bestimmte optische Eigenschaften des Werks hervorruft. Im Katalog zur Ausstellung von Andrzej Nowacki 2003 schreibt Hubertus Gaßner: Bei aller Beschränkung des Formenrepertoires auf zwei Grundelemente - das Quadrat und die vertikale Gerade - entsteht durch die Kombination der beiden gegensätzlichen Symmetrieformen eine dem Bild immanente Spannung und Dynamik. Der Betrachter entdeckt diese durch die Empfindung der Symmetrie seines eigenen Körpers und die Wahrnehmung der körperlichen Bewegung. Insbesondere die 2001 entstandenen Reliefs, in denen eine optisch klare oder gar dominante Mittelachse erscheint, ordnen sich der bilateralen Symmetrie des menschlichen Körpers unter. Indem diese Symmetrieachse in ein Quadrat eingeschrieben wird, entsteht in einer abstrakten Dimension derselbe Eindruck wie bei der berühmten Skizze der Proportionen des menschlichen Körpers von Leonardo da Vinci, der sie in einen Kreis einschrieb, der symmetrisch zum Quadrat zentriert war."
Quelle:https://www.porta-polonica.de/pl/atlas-miejsc-pamięci/andrzej-nowacki-rozpoznawanie-kwadratu?page=1
Quelle:https://www.porta-polonica.de/pl/atlas-miejsc-pamięci/andrzej-nowacki-rozpoznawanie-kwadratu?page=1





