Höhe x Breite x Tiefe: 47 x 45 x 29 cm
Antike Schatulle mit Holzrahmen, furniert mit Elefantenelfenbein (Elephas maximus Linnaeus, 1758 oder Loxodonta africana Blumenbach, 1797), fein graviert und mit Tinte veredelt. Sie ist rechteckig geformt, ruht auf vier kugelförmigen Füßen und lässt sich an der Vorderseite mit einer kleinen Metallverriegelungsplatte verschließen. Die Außenfläche ist mit aufwendigen Federgravuren verziert, wobei Girlandenmotive und Kettengliederbänder die verschiedenen Felder einrahmen. Auf dem Deckel sticht eine raffinierte zentrale Volute hervor, die ein edles Monogramm (den Buchstaben „R“) umschließt. Im geöffneten Zustand offenbart der Deckel im Inneren drei Fächer zur Aufbewahrung von Gegenständen, die jeweils durch einen abnehmbaren Mahagoni-Deckel geschützt sind. Jedes Fach ist mit kleinen Knöpfen aus Ebenholz (Diospyros spp.) versehen. Aufgrund der Auswahl seltener Materialien und der raffinierten Gestaltung der Innenräume war dieses Artefakt nicht bloß ein funktionaler Behälter, sondern ein echtes Luxusgut, Ausdruck des gesellschaftlichen Prestiges seines Auftraggebers. Hinsichtlich der stilistischen Merkmale und der Fertigungstechniken ist die Schatulle ein hervorragendes Beispiel für englische Handwerkskunst des 19. Jahrhunderts, einer Epoche, in der die Verwendung von geschnitztem Elfenbein und exotischen Hölzern einen Höhepunkt äußerster technischer Raffinesse erreichte.
Zustandsbewertung: **** gut. Das Los befindet sich in einem guten Erhaltungszustand und weist die für sein Alter und seine Nutzung üblichen Abnutzungserscheinungen und Mängel auf.
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