42,5 x 78,5 cm - Bleistift, Aquarell, Gouache, Papier
Aufkleber des Auktionshauses auf den unteren Rahmenleisten und Verschlüssen.
Taufe
Bleistift, Aquarell, Tempera, Gouache, Tusche, Papier auf Karton geklebt, 21 x 40,8 cm (leichtes Passepartout)
signiert l.g.: Z. STRYE | ŃSKA
Konfirmation
Bleistift, Aquarell, Tempera, Gouache, Tusche, Papier auf Karton geklebt, 22,2 x 26,4 cm (helles Passepartout)
signiert am rechten Rand: Z. STRYIEŃSKA;
auf der Rückseite zentrale Nummer (in Bleistift): 6.; auf der Rückseite wiederholte Nummer 6.
Eucharistie
Bleistift, Aquarell, Tempera, Gouache, Tusche, Papier auf Karton geklebt, 22,2 x 31,4 cm (im Licht des Passepartouts)
signiert p.g.: Z. STRYIEŃSKA;
rückseitig zentrale Nummer (mit Bleistift): 5.
Spowiedź
Bleistift, Aquarell, Tempera, Gouache, Tusche, Papier auf Karton geklebt, 21,5 x 28,6 cm (im Licht des Passepartouts)
signiert p.g.: Z. STRYIEŃSKA;
auf der Rückseite zentrale Nummer (in Bleistift): 3.; auf der Rückseite wiederholte Nummer 3.
Krankensalbung
Bleistift, Aquarell, Tempera, Gouache, Tusche, Papier auf Karton geklebt, 22 x 23,8 cm (Passepartout innen)
signiert p.g.: Z. S.;
rückseitig mittig nummeriert (mit Bleistift): 4.; auf der Rückseite wiederholte Nummer 4.
Priesterschaft
Bleistift, Aquarell, Tempera, Gouache, Tusche, Papier auf Karton geklebt, 21,5 x 28,2 cm (im Licht des Passepartouts)
signiert l.g.: Z. S.;
rückseitig mittig mit Bleistift nummeriert: 1.; auf der Rückseite wiederholte Nummer 1.
Heirat
Bleistift, Aquarell, Tempera, Gouache, Tusche, Papier auf Karton geklebt, 42,5 x 78,5 cm
Signiert p.g.: Z. Stryjeńska
Vergleiche:
- Zofia Stryjeńska 1891-1976. Ausstellung im Nationalmuseum in Krakau, Oktober 2008 - Januar 2009
(Ausstellungskatalog; Kurator Światosław Lenartowicz), Kraków 2008, Kat.-Nr. III.I.13.
Der 1922 entstandene Zyklus von sieben Gemälden mit dem Titel Sakramente ist eines der wichtigsten Werke Stryjeńskas. Er wurde von ihrem Schwager Adam Dygat, dem Ehemann von Stefania, in Auftrag gegeben, blieb aber ständig im Besitz der Künstlerin, die ihn sehr schätzte und mehrfach ausstellte. Kurz nach ihrer Entstehung wurden die Gemälde auf der ersten Ausstellung der Rhythmusvereinigung polnischer Künstler in der Warschauer Galerie Zachęta gezeigt. Es ist daher legitim zu beurteilen, dass sie für die Malerin den Charakter programmatischer Werke hatten, die sie als Mitglied der neuen künstlerischen Gruppierung zur Schau stellen wollte. Die (...)-Serie stellte sie dann 1928 auf einer für ihr Werk wichtigen Ausstellung im Künstlerischen Antiquariat von Franciszek Studziński in Krakau aus. Die größte Anerkennung für ihre Gemälde aus diesem Zyklus erhielt sie jedoch 1931 auf der Ausstellung für religiöse Kunst in Padua, die im Rahmen der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Todestag des heiligen Antonius stattfand - sie erhielt dafür eine Silbermedaille.
Światosław Lenartowicz, Zum Zyklus "Sakramente", in: Zofia Stryjeńska..., op. cit. S. 252
Leider sind aus dem Programmwerk von Zofia Stryjeńska nur vier Gemälde (Taufe, Beichte, Firmung, Letzte Ölung) erhalten geblieben. Daher haben die angebotenen Sakramente, die eine Wiederholung des berühmten Werks in kleinerem Format darstellen, einen bedeutenden musealen Wert.
Zofia Stryjeńska, geborene Lubańska (Krakau 1891 - Genf 1976) - Malerin, Illustratorin, Bühnenbildnerin - war eine der schillerndsten Figuren des polnischen Künstlermilieus der Zwischenkriegszeit. Nach einer kurzen Studienzeit bei Leonard Stroynowski und an der Schule von Maria Niedzielska in Krakau ging sie nach München, wo sie 1911-1912 als Mann verkleidet an der Akademie der Bildenden Künste studierte (Frauen waren damals nicht zugelassen). Ihr Debüt an der Krakauer TPSP gab sie 1912 mit einer Serie von Karikaturen polnischer Märchen, die von Volksmärchen inspiriert waren. Im Jahr 1916 heiratete sie Karol Stryjeński. Bis 1919 lebte sie in Krakau, dann in Paris, Krakau, Zakopane und Warschau. 1925 errang sie auf der Ausstellung für dekorative Künste in Paris einen internationalen Erfolg und erhielt den Gran Prix in vier Sparten (Malerei, Plakat, Stoff, Illustration) sowie das Diplom d'Honneur für ihre Spielzeugentwürfe. Sie beschäftigte sich mit dekorativer Architekturmalerei, Polychromie, Illustration, Bühnenbild (u. a. Karol Szymanowskis Harnasie; 1938), Industriedesign (Entwürfe für Kelims, Spielzeug). Sie schuf ihren eigenen Stil in dekorativ stilisierten, farbenfrohen, dynamischen und temperamentvollen Gemälden; Tempera, Aquarelle und Gouachen. In ihren Motiven bezog sie sich auf Legenden, Glauben, Geschichte und Volksbräuche. Sie veröffentlichte mehrere Grafikbände (Slawische Idole, 1917 und 1922) und Alben mit Reproduktionen (Polnische Tänze, 1927; Pascha, 1929; Piasten, 1929; Gusła Słowian / Magie Slave, 1934). Ihr Werk wurde auch durch zahlreiche Farbpostkarten bekannt gemacht.
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