Pastell, Aquarell, Papier auf Karton geklebt; 50 x 35 cm;
Signiert Mitte l.: T. Axentowicz
Provenienz:
Privatsammlung, Polen
Axentowicz [...] erlag wie Wyspiański, Tetmajer und Stanisławski der damals vorherrschenden Krankheit der Folkloreliebe. Als Maler der Pariser Boudoirs reiste er zu den Antipoden von Paris - dem huzulischen Land - und war genauso begeistert wie von Paris: von der Pittoreske des regionalen Charakters der huzulischen Region. [...] Seine vielfältigen Studien volkstümlicher Typen und Rituale begeisterten seine Zeitgenossen und machten den Maler erfolgreich.
Marian Dienstl-Dąbrowa
Das Interesse des Künstlers an der huzulischen Region schlug sich deutlich in den Motiven seiner Gemälde nieder. Der Künstler aus Jungpolen setzte sich immer wieder mit diesen Motiven auseinander, sowohl in der Darstellung religiöser Rituale als auch in seinen charakteristischen Porträts. Das reizvolle Bildnis eines jungen Mädchens hat er mit der ihm eigenen Leichtigkeit und handwerklichen Perfektion ausgeführt. Die satten, von ausdrucksstarken Pinselstrichen geprägten Farben wechseln sich mit flächig aufgetragenen, dunklen Farbflecken ab. Die Aufmerksamkeit des Betrachters wird auf das Gesicht der Hukulka gelenkt - für Axentowicz als Meister der Porträtmalerei unerlässlich, um den Charakter und die Gefühle der Figur zu vermitteln.
Bibliographie:
Teodor Axentowicz. Katalog einer posthumen Ausstellung, Towarzystwo Przyjaciół Sztuk Pięknych, Kraków 1938-1939
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