Autor: Leopold Gottlieb
Titel: Fischermahl (1921)
Technik: Öl, Leinwand
Maße: 49 x 70,7 cm
Maße mit Rahmen: 68,4 x 89,7 cm
Signiert und datiert p.g.: "L. Gottlieb | 921"
Rückseitig ein Depositenaufkleber des Nationalmuseums in Warschau.
PROVENIENZ:
-Sammlung Joseph Gruss (1903-1993), New York, USA
- Privatsammlung, Polen
- Polnisches Auktionshaus "Sztuka", Krakau, V 2002
- Privatsammlung, Polen
WERKBESCHREIBUNG:
Leopold Gottlieb ist einer der angesehensten polnischen Künstler, die im Umfeld der École de Paris tätig waren. Das ausgestellte Gemälde zeigt Menschen, die an Tischen sitzen, eine Mahlzeit einnehmen und sich miteinander unterhalten. Formal lässt sich das Werk der Strömung des Expressionismus zuordnen, doch der Einfluss der Gruppe der Formisten, mit denen Gottlieb bis 1919 aktiv war, bleibt in dem Werk spürbar. Eine große Rolle in dem Werk spielt der Rhythmus, der durch die warmen Farbflecken in den Gesichtern und Händen der dargestellten Personen entsteht. Das Gemälde ist voller Rätsel - es zeigt eine gewöhnliche Essensszene und ist doch von einem Inhalt durchdrungen, der eine gewisse Verehrung für die Arbeit menschlicher Hände und eine wohlverdiente Ruhepause ausdrückt. Die für den Künstler charakteristische Vereinfachung der Silhouetten und das fast völlige Fehlen der Gesichtszüge der dargestellten Figuren erzeugen ein Gefühl der Unruhe und lassen das Gemälde, das eigentlich durch das Klappern von Tellern und die Geschäftigkeit von Gesprächen ertönen sollte, verstummen.
Die Biografie von Leopold Gottlieb finden Sie auf der Website des Krakauer Auktionshauses [SEE ALSO].
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