Öl, Leinwand, Format 62 x 76 cm, signiert Datum l. d. : "Z. Ćwikliński 919", auf dem Unterrahmen ein Papieraufkleber mit der gedruckten Nummer "471701" und einer handschriftlichen Aufschrift: "Ćwikliński Zefir/ Titel: Süden, Öl, 4XII 1919".
Zefiryn Ćwikliński (1871-1930) war bekannt als der Maler der Tatra. Er absolvierte das Gymnasium in Lemberg und studierte anschließend ein Jahr lang Philosophie an der Franziskaner-Universität in Lemberg. Nach seiner Übersiedlung nach Krakau studierte er von 1887 bis 1889 an der Krakauer Hochschule für Bildende Künste bei Florian Cynk, Władysław Łuszczkiewicz, Feliks Szynalewski und Izydor Jabłoński. 1893 erhielt er ein Stipendium und setzte sein Studium an der Akademie in Wien bei dem Historienmaler und Porträtisten Christian Griepenkerl fort. Dort beschäftigte er sich mit Historien-, Porträt- und Genremalerei. Aufgrund von Geldmangel war er gezwungen, in seine Heimat zurückzukehren, wo er eine Stelle als Zeichenlehrer in Brody und Jarosław annahm. Infolge politischer Auseinandersetzungen mit den Schulbehörden wurde er entlassen. Im Jahr 1898 ging er nach Italien und Dalmatien, wo er anderthalb Jahre lang Landschaftsmalerei studierte. 1904 gehörte er der "Gruppe der Sechs" in Lviv an. 1908 ließ er sich dauerhaft in Zakopane nieder und schuf fortan vor allem Landschaften und Motive der Tatra, die er auf Ausstellungen präsentierte und auch durch die Herausgabe von Postkarten bekannt machte. Diese Postkarten mit Reproduktionen seiner Gemälde, auf denen oft Schafe auf Bergwiesen grasen, begründeten Ćwiklińskis Ruhm als Maler der Tatra.
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